Es ist üblich, bei der ICSI die Beurteilung der Eizellen unter dem normalen Lichtmikroskop vorzunehmen.

Die Qualität dieser Beurteilung kann erheblich verbessert werden, wenn wir eine (allerdings technisch sehr aufwändige) Beurteilung unter dem Polarisationsmikroskop durchführen.

 

Mit Hilfe der sogenannten "PolScope" - Mikroskopie können Strukturen der Eizelle dargestellt werden, die mit den bisherigen mikroskopischen Verfahren nicht sichtbar sind. Dies sind die innere Schicht der Zona pellucida, also die Hülle, die die Eizelle umgibt, sowie der Spindelapparat, der für die Aufrechterhaltung eines korrekten Chromosomensatzes in der Eizelle während deren Reifeteilungen verantwortlich ist.

 

Das von uns eingesetzte, computerunterstützte Oosight-System der Firma CRi ist das einzige PolScope-System, das die qualitative und quantitative Beurteilung der Güte des molekularen Aufbaus der inneren Zonaschicht und des Spindelapparates ermöglicht. Somit erlaubt das Verfahren wertvolle Rückschlüsse auf das Fertilisierungs- und Entwicklungspotential von Eizellen.

 

Anhand objektiver Kriterien kann damit eine wesentlich verbesserte Auswahl der Eizellen erfolgen, die für den Transfer weiterkultiviert werden sollen.
Auch eine Verletzung des nun sichtbaren Spindelapparates einer Eizelle während der Mikroinjektion einer Samenzelle kann durch den Einsatz dieses Systems ausgeschlossen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Neuerung ist in den letzten Monaten ausführlich in der Presse beschrieben worden, da so in wissenschaftlichen Studien eine Steigerung der Erfolgsrate bei ICSI auf über 50 Prozent belegt werden konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben 2008 die Polarisationsmikroskopie zur Eizellbeurteilung zusätzlich zur Möglichkeit der IMSI eingeführt, um sowohl über die Spermienauswahl als auch über die Eizellauswahl optimale Ergebnisse erreichen zu können!

 

 

Unser neuer Name für die Kombination beider Methoden:

 

„ SMOG“ = Selektion Morphologisch Optimaler Gameten