Beim Team Kinderwunsch Oldenburg wurde 2007/2008 eine innovative Methode etabliert, die weltweit bisher in nur wenigen Zentren angeboten wird:

 

die IMSI (Intracytoplasmatisch Morphologisch Selektierte Spermien-Injektion).

 

Die Behandlung entspricht dem Vorgehen bei ICSI, die Spermien werden jedoch durch aufwendige Spezialoptiken und digitale Bildverarbeitung im Vergleich zur herkömmlichen ICSI-Therapie besser unter die Lupe genommen: Bei der bisher üblichen 400-fachen Vergrößerung sind grobe äußere Abweichungen, nicht jedoch Details zu erkennen.

 

Bei bis zu 6000 facher Vergrößerung kann jetzt die Morphologie der Spermien genauestens beurteilt und insbesondere eine Vakuolenbildung im Kopf der Samenzelle, die einen Hinweis auf DNA (Erbgut) - Schädigungen gibt, erkannt werden.

 

 

 

 

 

Das Besondere an der neuen Technik ist, dass das Spermium ( im Gegensatz z. B. zur Elektronenmikroskopie ) die Untersuchung überlebt, so dass dann ein untersuchtes und für gut befundenes Spermium für die Mikroinjektion verwendet wird.

 

Die IMSI-Therapie stellt insbesondere eine Behandlungsmethode der männlichen Unfruchtbarkeit bei Paaren dar, bei denen der Kinderwunsch mit der herkömmlichen IVF- oder ICSI-Therapie unerfüllt geblieben ist.

 

Die Super-Lupe ist von Benjamin Bartoov und Arie Berkovitz (Israel) entwickelt worden. Es dauert mehrere Stunden, gesunde, bewegliche Samenzellen auszuwählen, die zur Befruchtung der Eizelle geeignet sind. Aber der Aufwand lohnt sich. Denn besonders bei jüngeren Frauen zwischen 29 und 35 Jahre sind im Vergleich zur konventionellen Methode doppelt so hohe Schwangerschafts- und Geburtenraten zu erzielen.