Über den Erfolg der Behandlungsmaßnahmen entscheiden viele Faktoren: So spielt – neben der Art und Dauer der Fruchtbarkeitsstörung – auch das Alter der Frau eine wichtige Rolle. Konkrete Zahlen zu nennen, ist daher nicht möglich.
Die heute angewendeten Behandlungsverfahren erreichen, bei planmäßigem Verlauf, annähernd den gleichen Erfolg pro Zyklus wie eine natürliche Zeugung. Bei günstigen Voraussetzungen und Ausschöpfung aller Möglichkeiten kann in der Regel 60 Prozent aller betroffenen Paare geholfen werden.
Wie beinahe jede medizinische Behandlung ist auch die Assistierte Befruchtung nicht völlig ohne Risiko, zum Beispiel

 

Überstimulation


Wegen der potenziellen Gefahr einer Überstimulation wird die hormonelle Behandlung von dem behandelnden Arzt sehr sorgfältig überwacht. Bei einer Überstimulation produzieren die Eierstöcke sehr viele Eibläschen, die wiederum vermehrt Hormone ausschütten. Diese Überfunktion kann zu Übelkeit und Flüssigkeitsansammlung mit Schmerzen im Bauchraum führen. Falls bei Ihnen zuneh mend Leibschmerzen auftreten, müssen Sie unbedingt Ihren Arzt darüber informieren. Ist die Überstimulation zu stark, kann eine Behandlung im Krankenhaus notwendig sein.
Durch eine regelmäßige Kontrolle kann das Risiko der schweren Überstimulation glücklicherweise auf ein bis zwei Prozent vermindert werden. Hier ist Ihre aktive Mitarbeit gefragt, indem Sie die Untersuchungstermine genau einhalten.


Mehrlingsschwangerschaften

 

Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft ist bei der IVF/ICSI grundsätzlich erhöht (ca.20 bis 30 Prozent), weil zur Sicherstellung des Erfolges meist mehrere (jedoch maximal drei) Embryonen in die Gebärmutter eingebracht werden. Viele Paare entscheiden sich zur Vermeidung einer Drillingsschwangerschaft für die Übertragung von zwei Embryonen.