Intracytoplasmatische Morphologisch Selektierte Spermien-Injektion (IMSI)


Die Behandlung entspricht dem Vorgehen bei ICSI, die Spermien werden jedoch durch aufwendige Spezialoptiken und digitale Bildverarbeitung im Vergleich zur herkömmlichen ICSI-Therapie besser unter die Lupe genommen: Bei der bisher üblichen 400-fachen Vergrößerung sind grobe äußere Abweichungen, nicht jedoch Details zu erkennen.

Bei bis zu 6000 facher Vergrößerung kann jetzt die Morphologie der Spermien genauestens beurteilt und insbesondere eine Vakuolenbildung im Kopf der Samenzelle, die einen Hinweis auf DNA (Erbgut) - Schädigungen gibt, erkannt werden.

Das Besondere an der neuen Technik ist, dass das Spermium ( im Gegensatz z. B. zur Elektronenmikroskopie ) die Untersuchung überlebt, so dass dann ein untersuchtes und für gut befundenes Spermium für die Mikroinjektion verwendet wird.

Die IMSI-Therapie stellt insbesondere eine Behandlungsmethode der männlichen Unfruchtbarkeit bei Paaren dar, bei denen der Kinderwunsch mit der herkömmlichen IVF- oder ICSI-Therapie unerfüllt geblieben ist.

Die Super-Lupe ist von Benjamin Bartoov und Arie Berkovitz (Israel) entwickelt worden. Es dauert mehrere Stunden, gesunde, bewegliche Samenzellen auszuwählen, die zur Befruchtung der Eizelle geeignet sind. Aber der Aufwand lohnt sich. Denn besonders bei jüngeren Frauen zwischen 29 und 35 Jahre sind im Vergleich zur konventionellen Methode wesentlich höhere Schwangerschafts- und Geburtenraten zu erzielen!


Polarisationsmikroskopie zur Eizellbeurteilung


Es ist üblich, bei der ICSI die Beurteilung der Eizellen unter dem normalen Lichtmikroskop vorzunehmen.

Die Qualität dieser Beurteilung kann erheblich verbessert werden, wenn wir eine (allerdings technisch sehr aufwändige) Beurteilung unter dem Polarisationsmikroskop durchführen.

Mit Hilfe der sogenannten "PolScope" - Mikroskopie können Strukturen der Eizelle dargestellt werden, die mit den bisherigen mikroskopischen Verfahren nicht sichtbar sind. Dies sind die innere Schicht der Zona pellucida, also die Hülle, die die Eizelle umgibt, sowie der Spindelapparat, der für die Aufrechterhaltung eines korrekten Chromosomensatzes in der Eizelle während deren Reifeteilungen verantwortlich ist.

Anhand objektiver Kriterien kann damit eine wesentlich verbesserte Auswahl der Eizellen erfolgen, die für den Transfer weiterkultiviert werden sollen.
Auch eine Verletzung des nun sichtbaren Spindelapparates einer Eizelle während der Mikroinjektion einer Samenzelle kann durch den Einsatz dieses Systems ausgeschlossen werden.



Diese Neuerung ist in den letzten Monaten ausführlich in der Presse beschrieben worden, da so in wissenschaftlichen Studien eine Steigerung der Erfolgsrate bei ICSI auf über 50 Prozent belegt werden konnte.


Wir haben 2008 die Polarisationsmikroskopie zur Eizellbeurteilung zusätzlich zur Möglichkeit der IMSI eingeführt, um sowohl über die Spermienauswahl als auch über die Eizellauswahl optimale Ergebnisse erreichen zu können!

Unser neuer Name für die Kombination beider Methoden:
"SMOG" = Selektion Morphologisch Optimaler Gameten


Embryoschlüpfhilfe (Assisted Hatching)
Assisted Hatching
Unter bestimmten Bedingungen (z.B. mehrfach erfolglose Embryonenübertragung) wird versucht, die Chance für eine Schwangerschaft zu erhöhen, indem dem Embryo das Schlüpfen aus der Eihülle erleichtert wird. Dabei wird, unmittelbar bevor der Embryo in die Gebärmutter eingesetzt wird, in die äußere Hülle des Embryos eine kleine Öffnung geritzt.


Einfrieren von Eizellen (Kryokonservierung)

Wenn im Rahmen der IVF-Behandlung die Spermien in mehr als drei Eizellen eingedrungen sind, aber noch keine Verschmelzung der Erbanlagen stattgefunden hat, besteht die Möglichkeit, diese Eizellen (im Vorkernstadium) durch Einfrieren mehrere Jahre aufzuheben. Der Vorteil besteht darin, dass die Hormonstimulation und die Eizellgewinnung nicht wiederholt werden muss, wenn bei einem behandelten Zyklus keine Schwangerschaft eingetreten ist.
Es ist wichtig, dass Sie mit uns im Vorfeld der IVF-Behandlung abklären, ob die möglicherweise "überzähligen" Eizellen im Vorkernstadium (keine Embryonen) eingefroren werden sollen.

 

Einfrieren von Spermien


Wenn die Spermiengewinnung zu einem bestimmten Zeitpunkt problematisch ist, können sicherheitshalber Spermaproben eingefroren werden.
Ein anderer Grund für das Einfrieren von Spermaproben ist die Sicherung der Proben z. B. vor einer beim Mann geplanten Chemotherapie. Da hierbei meistens Eile geboten ist, führen wir alle dazugehörigen Untersuchungen (z.B. Ausschluß von Hepatitis oder HIV) in unserem eigenen Labor durch, um keine Zeit zu verlieren.


Donogene Intrauterine Insemination


Wenn Paare sich für eine Insemination mit Spendersamen entschlossen haben, so stellen wir den Kontakt zu einer Stelle her, die den Spendersamen zur Verfügung stellt.
Sobald die erforderlichen rechtlichen Schritte erledigt sind, kann dann die Zyklusüberwachung und die Insemination bei uns durchgeführt werden.