Seit der Geburt des ersten „IVF-Kindes“ im Jahre 1978 in England ist die Diskussion über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nicht abgeschlossen. Am 1. Januar 1991 wurde ein Embryonenschutzgesetz (EschG) erlassen, das die Anwendung der Fortpflanzungstechnik und den Umgang mit den Embryonen regelt.
Im Einzelnen sind im EschG unter anderem folgende Punkte aufgeführt: Die künstliche Befruchtung darf ausschließlich zum Zweck der Fortpflanzung eingesetzt werden, nicht zum Zweck der Forschung. Es soll vermieden werden, dass im Rahmen der assistierten Befruchtung Embryonen entstehen, die anschließend nicht in die Gebärmutter zurückgegeben werden können, also „überzählig“ sind. Innerhalb eines Behandlungszyklus dürfen der Frau maximal drei Embryonen wieder eingesetzt werden.
Experimente mit und an dem Embryo sind verboten. Damit sollen Eingriffe in das Erbgut (zum Beispiel Auswahl der Samen nach den Geschlechtschromosomen) verhindert werden. Ebenso verboten sind die Eizellenspende und die Leihmutterschaft.
Eine assistierte Befruchtung darf nur von speziell ausgebildeten Ärzten vorgenommen werden. Darüber hinaus darf die assistierte Befruchtung in den meisten Bundesländern nur bei verheirateten Paaren durchgeführt werden.
In den Bundesländern, in denen auch unverheiratete Paare behandelt werden dürfen, übernehmen allerdings die gesetzlichen Krankenkassen keinen Kostenanteil. Privat Versicherte sollten auch hier ihre Verträge überprüfen.